Bei Himbeerpflanzen kann man als Kultivierungsmethode den gewachsenen Boden oder den Anbau im Substrat wählen. Wenn möglich sollte der Boden eine lockere Struktur besitzen, um somit den Wasser-, Nährstoff- und Lufthaushalt gut regulieren zu können. Zur Information kann eine Bodenuntersuchung bzw. Analyse der Vorkulturen und des Gießwassers sehr aussagekräftig sein.

Substratkultur

In der Anbauform mit Substrat werden hauptsächlich Himbeer-Long-Cane Pflanzen verwendet. Diese werden weitgehend als Containerkultur (getopfte Long Cane Pflanzen) gehandhabt, oder andernfalls direkt in Substratrinnen gezogen. Für einen zielbringenden Anbau im Container ist es wichtig zu beachten, dass die Pflanzen regelmäßig mit Wasser und Nährstoffen versorgt werden. Wobei eine Vernässung unbedingt zu vermeiden ist. In dieser Kultur wird eine durchgehende Tropfbewässerung, für die optimale Versorgung empfohlen. Himbeeren weisen einen höheren Nähstoffbedarf auf als Erdbeeren. Ideal erweisen sich gerade oder leicht abgeschrägte Flächen zur Bewässerung. Beweggründe für einen Anbau im Substrat können beispielsweise sein die Bodenknappheit, Bodenmüdigkeit, Verwendung einer Terminkultur, bessere Fruchtqualität, hemmen von Unkraut und das Erwirtschaften von höheren Erträgen. Für eine Substratkultur ist eine Spezialberatung, für die Düngung und Kulturführung zwingend notwendig.

Terminkultur

Die Terminkultur ist besonders interessant für diejenigen, die eine gezielte Ernteperiode, mit gleichbleibend guter Fruchtqualität, planen möchten. Durch die Verwendung von gekühlten Himbeerruten ist diese Anbaumethode möglich. Je nach Witterung vergehen vom Pflanzen bis zur Ernte etwa 10-12 Wochen. Das Setzen der Pflanzen wird mit zeitlichem Abstand durchgeführt, um so eine lange Ernteperiode zu ermöglichen.