Himbeeranbau

Fragen & Antworten
zum Himbeeranbau

 

Für einen gelungenen Himbeeranbau ist es wichtig, sich gut zu informieren. Hier haben wir für Sie gerne die wichtigsten Fragen & Antworten rundum die Kultivierung zusammengefasst.

Was gilt es bei der Standortwahl zu berücksichtigen?
  • gewachsener Boden oder Substrat
  • Lockere Bodenstruktur – gute Regulation von Wasser-, Nährstoff- und Lufthaushalt
  • Stabile Wasserversorgung
  • Bodenuntersuchung bzw. Analyse vornehmen
  • Sonniger Standort
  • ph-Wert unter 6,8 – ideal 5,8-6,2
Welche Kulturmethoden beim Himbeeranbau gibt es?

Substratkultur

    • Beweggründe für einen Himbeeranbau im Substrat:
      • Bodenknappheit
      • Bodenmüdigkeit
      • Terminkultur
      • Bessere Fruchtqualität
      • Hemmen von Unkraut
      • Erwirtschaften von höheren Erträgen
    • Hauptsächlich für Long Cane Pflanzen empfohlen
      • Verwendung bei getopfte Long Cane Pflanzen
      • Direkt in Substratrinnen
    • Regelmäßige Wasser- und Nährstoffversorgung
      • Durchgehende Tropfbewässerung empfohlen
      • Vernässung unbedingt vermeiden
      • Ideal sind gerade oder nur leicht abgeschrägt Flächen zur Bewässerung
    • Für eine Substratkultur ist eine Spezialberatung, für die Bewässerung, Düngung und Kulturführung zwingend notwendig

 

Terminkultur

Die Terminkultur ist besonders interessant für diejenigen, die eine gezielte Ernteperiode, mit gleichbleibend guter Fruchtqualität, planen möchten. Durch die Verwendung von gekühlten Himbeerruten ist diese Anbaumethode möglich.

Je nach Witterung vergehen vom Pflanzen bis zur Ernte etwa 10-12 Wochen. Das Setzen der Pflanzen wird mit zeitlichem Abstand durchgeführt, um so eine lange Ernteperiode zu ermöglichen.

Welche Anbaumethoden werden empfohlen?

Sommerhimbeeren

Variante I: Einjähriger Anbau

Für den einjährigen Anbau werden die Ruten im Pflanzjahr hochgezogen, um im darauffolgenden Jahr beerntet werden zu können. Hier ist es wichtig, dass die Ruten im ersten Jahr bereits die volle Länge erreichen. Im Ertragsjahr werden die Jungruten durchwegs entfernt, damit die Pflanze ihre Stärke auf die aktuelle Ernte legen kann. Anschließend erfolgt nach der abgeschlossenen Ernteperiode die Rodung der Pflanzen, und schließlich eine Neupflanzung. Der einjährige Anbau von Himbeeren ist eine gute Möglichkeit, um einem Alternieren von Himbeerbeständen entgegenzutreten

 

Variante II: Mehrjähriger Anbau

Im ersten Pflanzjahr werden Jungruten für das nächste Jahr hochgezogen, daher ergibt sich im ersten Jahr noch keine Ernte. Ebenfalls wieder Jungruten von den bestehenden Pflanzen kultiviert man im darauffolgenden Erntejahr. Dies geschieht zeitgleich während der Erntezeit der Altruten. Mit dieser Handlung strebt man wiederum eine neue Ernte im darauffolgenden Jahr an. Diesen Kreislauf kann man mehrere Jahre durchlaufen. Die Altruten sollten nach der Ernte entfernt werden, somit können sich die Jungruten fürs nächste Jahr entwickeln.

 

Herbsthimbeeren

Variante I: Eine Ernte im Jahr

Diese Himbeersorten tragen schon am einjährigen Holz Früchte. Die Jungruten von den Herbsthimbeeren werden im Frühjahr herangezogen und liefern bereits im Herbst die ersten Erntefrüchte. Zur Winterruhe schneidet man alle Ruten bodennahe ab, dadurch strebt man eine Herbsternte im darauffolgenden Jahr an.

 

Variante II: Zwei Ernten im Jahr

Bei dieser Kultivierungsart werden Jungruten im Frühjahr herangezogen und liefern bereits im Herbst die ersten Erntefrüchte. Nach der Ernte werden die Ruten unterhalb des letzten Blütenstandes geschnitten. Diese Ruten werden vor Ort überwintert und können im darauffolgenden Frühjahr wieder beerntet werden. Gewöhnlich kann man die Ernte ca. 2 Wochen vor den Sommerhimbeeren durchführen. Zeitgleich zu dieser Ernte zieht man erneut Jungruten, die im Herbst desselben Jahres bereits wieder ertragsfähig sind. Nach der dritten Ernte wird eine Neubepflanzung der Himbeeren empfohlen. Ebenfalls wird bei dieser Kulturvariante der Anbau mit Substrat bzw. unter Regenkappen, oder im Tunnel empfohlen.

Was gibt es bei den unterschiedlichen Pflanzmaterialien zu beachten?

Topfgrünpflanzen

Bei der Kultivierung von Topfgrünpflanzen werden Stecklinge in Substrat gepflanzt und bewurzelt, meist werden hierfür Pflanzplatten verwendet. Die Topfgrünpflanzen sind bei der Auslieferung mit einem Substratballen ausgestattet. Aus diesem Pflanztyp kann man beispielsweise Long Cane Pflanzen kultivieren. Topfgrünpflanzen eignen sich ebenfalls gut für den Anbau auf gewachsenem Boden. Dem Unkrautwachstum kann man mit einem Dammanbau oder Benutzung einer Folie sehr gut entgegenwirken. Für ein bestmögliches Ergebnis und um vom Wind geschützt zu sein, werden sie durch einen Draht, einen Tonkinstab oder mit Schnüren stabilisiert. Ebenso können die Seitentriebe durch ein Netz oder mit Schnüren gesichert werden.

·         Pflanzung ab Mai möglich – ganz wichtig, erst nach dem Frost

·         Optimale Wasser- und Nährstoffversorgung von Anfang an

·         Optimale Rutenlänge im Pflanzjahr 160-180cm

·         Empfohlener Pflanzabstand von sechs Ruten pro Meter

 

 

Long Canes

Wenn die Ruten die gewünschte Länge erreicht haben und die Wurzeln ausgeprägt sind, werden sie, sobald die Winterruhe eingesetzt hat im Kühlhaus eingelagert, ähnlich wie Frigopflanzen. Im Folgejahr sind sie nun bereit für die Kultivierung beispielsweise im Folientunnel oder unter Regenkappen. Lange vorgezogene Himbeerruten mit Knospen die eine Länge von ca. 1,60-2,00m aufweisen, werden als Long Canes bezeichnet. Durch die vorhandenen Knospen ist bereits im Pflanzjahr eine erste Ernte möglich. Die handelsüblichen getopften Long Cane Pflanzen werden in einen 1,8-Liter-Topf (Container) geliefert und enthalten für gewöhnlich zwei Himbeerruten. Zur Stabilisierung werden sie im Pflanzjahr an einem Gerüst aufgezogen.

·         Erntebeginn 9-12 Wochen nach dem Aufstellen/Setzen

·         Terminkultur möglich durch planbares Pflanzen

·         Empfohlener Pflanzenabstand von sechs Ruten pro Meter (= drei Töpfe mit je zwei Ruten)

·         Geschützter Anbau im Folientunnel oder unter Regenkappen empfohlen

·         Long Canes werden nur auf Bestellung produziert – Bestellung bis spät. Anfang Mai für darauffolgendes Jahr

Welche Erziehungssysteme werden im Himbeeranbau empfohlen?

Sommerhimbeeren

Normale Hecke, Drahtrahmen

Bei diesem System werden Pfähle im Boden eingeschlagen, zwischen denen man an drei Positionen einen doppelten Draht spannt. Die Himbeerruten werden anschließend zwischen den Drähten positioniert und haben somit einen stabileren Halt. Bei Sorten mit einem längeren Fruchtstand, wird empfohlen seitlich noch zusätzlich Stützdrähte oder Gittergewebe anzubringen.

 

Herbsthimbeeren

Drahtgitter

Dieses Erziehungssystem wird hauptsächlich für Herbsthimbeeren verwendet. Hier dient als Stütze ein einfacher Drahtgitter, dass auf Pfählen montiert wird, durch das die Ruten hinaufwachsen können. Es sollte nicht breiter als etwa 40-50cm sein, da ansonsten der Bestand zu dicht wird.

Was ist bei der Sortenwahl beim Himbeeranbau zu berücksichtigen?

Bei der Sortenwahl sollte als erstes geklärt werden, ob man Sommer- oder Herbsthimbeeren kultivieren möchte. Bei den Sommerhimbeeren ist es möglich noch im Pflanzjahr die ersten Früchte zu ernten. Wohingegen man bei Herbsthimbeeren die ersten Früchte im darauffolgenden Jahr pflücken kann.

 

Standardsorten der Sommerhimbeeren

Himbeersorte Glen Ample

Glen Ample ist eine hervorragende Standardsorte unter den Sommerhimbeeren und gehört zu den mittelfrühen Sorten. Sie hat einen guten Geschmack, mit angenehmer Süße und leichter Säure-Note. Die Früchte zeigen sich groß, mit rundlicher Form. Sie punktet mit ansprechender mittelroter Farbe. Glen Ample bringt hohe Erträge hervor und weist eine gute Pflückleistung auf. Die stachellose, winterfeste Pflanze zeigt sich mit mittelgrünem Blattwerk und lässt sich gut als Long Cane kultivieren. Die einzelnen Ruten wachsen aufrecht und zeigen wenig Verzweigungen. Sie kann eine Wuchshöhe von bis zu 200cm erreichen, mit einer Breite von bis zu 150cm. Glen Ample zeigt eine Anfälligkeit gegenüber Rutenkrankheiten. Diese Sorte ist optimal einsetzbar für die Verwendung in der Direktvermarktung, im Handel oder auch in der Verarbeitung.

 

Himbeersorte Tulameen

Die etwas spätere Sommersorte Tulameen, ist eine beliebte Standardsorte und überzeugt mit guten Fruchteigenschaften. Ihre Beeren sind groß, mit konischer Form und festem Fruchtkörper. Die Farbe zeigt sich in einem attraktiv leuchtenden mittelrot. Tulameen begeistert durch ein süßes Fruchtaroma und regelmäßigen hohen Erträgen, einschließlich guter Pflückleistung. Diese Sorte ist gut für die Kultivierung als Long Cane geeignet. Die strauchartige Pflanze kann eine Wuchshöhe von 180cm, mit einer Wuchsbreite von bis zu 150cm erreichen. Sie zeigt sich kräftig, mit mittelgrünem Blattwerk. Durch ihre robusten Pflanzeigenschaften ist Tulameen auf fast jedem Boden anwendbar. Die Pflanze ist stark, weist aber eine leichte Anfälligkeit zu Blatt- und Wurzelkrankheiten auf, die beachtet werden sollte. Eine optimale Verwendung findet sie in der Direktvermarktung und im Handel.

 

Standardsorten der Herbsthimbeeren

Himbeersorte Autumn Bliss

Autumn Bliss ist eine der bewährtesten und frühesten Herbstsorten, die an der einjährigen Rute Früchte trägt. Ihre Früchte zeigen sich sehr groß, fest und haben eine mittel- bis dunkelrote Farbe. Geschmacklich überzeugt sie mit einem schmackhaften süßen Aroma. Autumn Bliss begeistert mit hohen Erträgen, ausgezeichneter Haltbarkeit und guter Pflückleistung. Die Reifezeit dieser Herbsthimbeere ist in etwa von Anfang August bis Oktober. Die winterharte Pflanze zeigt sich beständig gegenüber allgemeinen Krankheiten.

 

Himbeersorte Polka

Die winterharte Herbsthimbeere Polka ist eine robuste Pflanze, mit pflegeleichten Eigenschaften. Polka weist einen hohen Ertrag auf. Die Früchte sind mittel- bis dunkelrot gefärbt und begeistern mit einem sehr guten Aroma. Der Fruchtkörper ist sehr groß, kegelförmig und hat eine feste Konsistenz. Die Reifeperiode ist bei dieser Herbstsorte in etwa von Anfang September bis Oktober. Die Früchte weisen eine lange Haltbarkeit, mit guter Pflückleistung auf. Die strauchartige Pflanze ist winterfest, sehr robust und durch die späte Blüte zeigt sie nur eine geringe Anfälligkeit für Krankheiten. Die spätreife Polka bildet bereits am einjährigen Holz Früchte und kann daher im Herbst ohne Weiteres ganz zurückgeschnitten werden.

Wann ist die empfohlene Pflanz- und Erntezeit von Himbeerpflanzen?

Die optimale Pflanzzeit von Himbeerpflanzen ist abhängig vom Pflanztyp. Hier gilt es auch zu berücksichtigen, ob man heuer noch einen Ertrag erwirtschaften möchte, oder die erste Ernte im darauffolgenden Jahr geplant ist.

 

Pflanztyp Pflanzzeit (frostfrei) Erntezeit
Topfgrünpflanzen Sommerhimbeeren Mitte Mai – Mitte Juni Im Folgejahr ab Mitte Juni bis Ende Juli
Topfgrünpflanzen Herbsthimbeeren Mitte Mai – Mitte Juni Im Pflanzjahr ab August bis Ende Oktober
Long Canes Februar – Mai 9-12 Wochen nach dem Aufstellen/Setzen

 

Was sollte bei der Pflanzung beachtet werden?

Vor der Pflanzung sollte auf eine sorgfältige Bodenvorbereitung geachtet werden, beziehungsweise darauf ob man die Himbeerpflanzen in Substrat oder im gewachsenem Boden anbauen möchte. Bei der Pflanzung der Ruten erweitert man das Pflanzloch doppelt so groß, als der Wurzelballen. Um ein besseres anwurzeln zu ermöglichen, wird der Wurzelballen der Pflanze vor dem Einsetzen gut gelockert.

Zur Vereinfachung von Schnitt und Handhabung sollten Sommer- und Herbsthimbeeren nicht direkt nebeneinander gepflanzt werden.

Welche Pflanzenmenge bzw. Pflanzabstand werden empfohlen?

Pflanzbedarf Topfgrünpflanzen

Um ein ausreichendes Wachstum gewährleisten zu können, wird bei den Topfgrünpflanzen ein Pflanzabstand von sechs Pflanzen pro Meter zu empfehlen. Der Reihenabstand kann je nach Maschinenausstattung variieren.

  • Reihenabstand von ca. 2,5m = 24.000 Pflanzen/ha
  • Reihenabstand von ca. 3,0m = 20.000 Pflanzen/ha
  • Reihenabstand von ca. 3,5m = 17.200 Pflanzen/ha
  • Reihenabstand von ca. 4,0m = 15.000 Pflanzen/ha

     

Pflanzbedarf Long Canes

Bei den Long-Cane-Pflanzen werden sechs Ruten pro Meter empfohlen. Dies entspricht drei Töpfen mit je zwei Ruten pro Meter.

Sollten die Himbeerpflanzen nach dem Erhalt sofort gesetzt werden?

Himbeerpflanzen sollten so schnell wie möglich eingesetzt werden.

Falls eine Auspflanzung direkt nach dem Erhalt nicht möglich sein sollte, ist es wichtig die Pflanzen kistenweise aufzustellen. Am besten eignet sich dafür ein schattiger Ort. Die Pflanzen sollten bis zum Setzen regelmäßig kontrolliert und ausreichend mit Wasser versorgt werden.

Was ist beim Rutenmanagement und Schnitt zu beachten?

Ein wesentlicher Bestandteil in der Himbeerkultur ist das Rutenmanagement und der Schnitt. Beim Zeitpunkt sowie der Vorgehensweise des Schnittes ist zu berücksichtigen, ob es sich um Sommer- oder Herbsthimbeeren handelt. Allgemein ist zu beachten, dass kranke Triebe unmittelbar abgeschnitten werden, um die Ausbreitung auf die ganze Pflanze zu verhindern.

 

Sommerhimbeeren

Der erste Schnitt erfolgt nach der Ernteperiode im Sommer. Die bräunlichen Triebe, von denen im heurigen Jahr geerntet wurde, werden bodennah zurückgeschnitten. Dies ist wichtig, damit die neuen grünen Jungruten, die sich bereits gebildet haben, stark heranwachsen können.

Der zweite Schnitt der Sommerhimbeeren wird nach dem letzten Frost, etwa im März, durchgeführt. Dieser Schnitt ist bedeutend um einen möglichst hohen Ertrag, sowie eine gute Fruchtgröße erzielen zu können. Die Jungruten werden auf eine gewünschte Anzahl reduziert und bodennahe abgeschnitten. Empfohlen werden 10-12 Ruten pro Pflanze stehen zu lassen. Hier bleiben die gesündesten und stärksten Triebe erhalten.

 

Herbsthimbeeren

Herbsthimbeeren werden nach der Ernteperiode im Herbst geschnitten. Hier können alle Ruten der Himbeerpflanze bodennahe abgeschnitten werden. Vereinzelt kann man auch, nach Wunsch, ein paar gesunde Triebe über den Winter stehen lassen. Im Frühjahr bildet die Pflanze wieder neue Ruten, mit Früchten für die zukünftige Herbsternte.

Was ist bei der Wasser- und Nährstoffversorgung zu beachten?

Die richtige Wasser- und Nährstoffversorgung kann für die Fruchtqualität, die Fruchtgröße und der Pflanzengesundheit eine essenzielle Grundlage sein. Wenn möglich sollte der Boden für den Himbeeranbau eine lockere Struktur besitzen, um somit den Wasser-, Nährstoff- und Lufthaushalt gut regulieren zu können. Zur Information kann eine Bodenuntersuchung bzw. Analyse der Vorkulturen und des Gießwassers sehr aussagekräftig sein. Durch diese Untersuchung erhalten Sie einen Einblick in die vorhandenen Nährstoffmengen im Wasser und können entsprechend handeln.

Zu beachten:

  • Stabile Wasser- und Nährstoffversorgung sehr wichtig für erfolgreiche Kultivierung
  • Lockere Bodenstruktur, wenn möglich
  • Erste Wassergaben ohne Dünger – Wurzelwachstum wird angeregt
  • Wasser- und Nährstoffversorgung hauptsächlich mit Tropfbewässerung

 

Für die Substratkultur besonders zu beachten:

Um die Wasser- und Nährstoffversorgung überprüfen zu können muss von der Tropfbewässerung etwas Tropfwasser aufgefangen werden. Dies wird anhand des EC-Werts ermittelt. Eine regelmäßige Kontrolle mittels EC-Wert-Messung ist unerlässlich. Ebenfalls wichtig zu beachten ist, dass die Mengen der Wasser- und Nährstoffgaben dem Pflanzenwachstum angepasst werden. Anfangs ist auf eine überwiegende Stickstoffversorgung zu achten, wohingegen man im Herbst auf eine kaliumreiche Düngung umstellt. Dies unterstützt das Aushärten der Triebe und senkt Frostschäden.

Was ist beim Pflanzenschutz zu berücksichtigen?

Durch die 1-jährigen oder max. 2-jährigen Pflanzen treten weniger Probleme mit Rutenkrankheiten auf. Häufige Probleme im geschützten Anbau in der Himbeerkultur sind Spinnmilben, Blattläuse und echter Mehltau. Gerade im geschützten Anbau wurden sehr gute Erfahrungen mit Nützlingen gemacht. Je nach Region und Sorte sind ebenfalls Schwierigkeiten von Phytophthora/Wurzelfäule bzw. Überbewässerung bekannt. Gerade bei einem regenreichen Frühling gilt es hier achtsam zu sein.

Ab Juli/August ist eine tägliche Ernte sowie Einnetzung des Bestandes sehr wichtig, um die Kirschessigfliege so gut wie möglich zu vermeiden.

Beim geschützten Anbau ist eine Bekämpfung mit Pflanzenschutzmitteln nicht dringend erforderlich, da die Anfälligkeiten sehr gering sind.

Benötigen Himbeerpflanzen einen Winterschutz?

Grundsätzlich benötigen Himbeeren keinen Winterschutz, da die Pflanze winterfest ist.

Bei neu gepflanzten Himbeeren oder einer Kultur im Topf, wird jedoch empfohlen diese über den Winter abzudecken, mit z.B.: Mulch, Stroh oder Vlies.

Wie ist der empfohlene Pflückrhythmus von Himbeeren?

Die Ernte der Himbeeren sollte in einem Pflückrhythmus von 1 bis zwei Tagen erfolgen.

Auf ein genaues und sauberes Durchpflücken der Bestände sollte geachtet werden. Dies unterstützt eine bessere Haltbarkeit der Früchte, sowie ein geringeres Risiko für Botrytisbefall.

Es wird empfohlen die Ernte unmittelbar nach dem Pflücken direkt in die Verkaufsschale zu legen, damit die Qualität der Erdbeere so gut wie möglich erhalten bleiben kann. Eine anschließende rasche Kühlung ist für die Haltbarkeit der Früchte sehr wichtig.

Wie sind Haltbarkeit und Lagerung von Himbeeren am Besten?

Frisch gepflückte Himbeeren sollten unbedingt gekühlt aufbewahrt werden. Hierfür empfiehlt sich eine flache Schale, damit nicht zu viele Früchte übereinander liegen.