Himbeerfrüchte

Allgemeines zum Himbeeranbau

Um eine entsprechend gute Qualität erzielen zu können, ist es wichtig auf die richtige Sortenwahl, mit qualitativ hochwertigem Pflanzmaterial und auf das Produktionsverfahren zu achten. Ebenso müssen die Gegebenheiten und Möglichkeiten vor Ort berücksichtigt werden. Wichtige Faktoren sind unter anderem die Bodenbeschaffenheit, Lage und Pflanzengesundheit. Ein geschützter Anbau von Himbeerpflanzen ist mit der Verwendung eines Tunnels, einer Regenkappe oder einem Gewächshaus möglich. Durch die Verwendung dieser Anbauformen sind die Pflanzen Großteils vor Wetterumschwüngen geschützt und können trocken gepflückt werden. Dadurch verbessert sich die Vermarktungsfähigkeit sichtlich. Ebenso ist die Planung und Durchführung einer Terminkultur im geschützten Anbau, beziehungsweise Verfrühung/Verspätung, gut ausführbar. Beim geschützten Anbau ist eine Bekämpfung mit Pflanzenschutzmitteln nicht dringend erforderlich, da die Anfälligkeiten sehr gering sind. Jedoch sollte man bei Mehltau und Spinnmilben achtsam sein, da durch die Luftfeuchtigkeit und Hitze hier eine Empfindlichkeit vorliegen kann. Auch die Kirschessigfliege kann im Spätsommer und Herbst ein Problem sein.

 

Anbaumethoden

Bei Himbeerpflanzen kann man als Kultivierungsmethode den gewachsenen Boden oder den Anbau im Substrat wählen. Wenn möglich sollte der Boden eine lockere Struktur besitzen, um somit den Wasser-, Nährstoff- und Lufthaushalt gut regulieren zu können. Zur Information kann eine Bodenuntersuchung bzw. Analyse der Vorkulturen und des Gießwassers sehr aussagekräftig sein.

Substratkultur

In der Anbauform mit Substrat werden hauptsächlich Himbeer Long Cane Pflanzen verwendet. Diese werden weitgehend als Containerkultur (getopfte Long Cane Pflanzen) gehandhabt, oder andernfalls direkt in Substratrinnen gezogen. Für einen zielbringenden Anbau im Container ist es wichtig zu beachten, dass die Pflanzen regelmäßig mit Wasser und Nährstoffen versorgt werden. Wobei eine Vernässung unbedingt zu vermeiden ist. In dieser Kultur wird eine durchgehende Tropfbewässerung, für die optimale Versorgung empfohlen. Himbeeren weisen einen höheren Nähstoffbedarf auf als Erdbeeren. Ideal erweisen sich gerade oder leicht abgeschrägte Flächen zur Bewässerung. Beweggründe für einen Anbau im Substrat können beispielsweise sein die Bodenknappheit, Bodenmüdigkeit, Verwendung einer Terminkultur, bessere Fruchtqualität, hemmen von Unkraut und das Erwirtschaften von höheren Erträgen. Für eine Substratkultur ist eine Spezialberatung, für die Düngung und Kulturführung zwingend notwendig.

Terminkultur

Die Terminkultur ist besonders interessant für diejenigen, die eine gezielte Ernteperiode, mit gleichbleibend guter Fruchtqualität, planen möchten. Durch die Verwendung von gekühlten Himbeerruten ist diese Anbaumethode möglich. Je nach Witterung vergehen vom Pflanzen bis zur Ernte etwa 10-12 Wochen. Das Setzen der Pflanzen wird mit zeitlichem Abstand durchgeführt, um so eine lange Ernteperiode zu ermöglichen.